Hitlerkantate | 2005 |
Bertolt Brecht-Liebe, Revolution und andere gefährliche Sachen | 1998 |
Lieben Sie Brecht? | 1992 |
Ein Blick-und die Liebe bricht aus | 1986 |
Kolossale Liebe | 1984-1993 |
Luftwurzeln | 1983 |
Laufen Lernen | 1982 |
Hungerjahre | 1980 |
Ein ganz und gar verwahrlostes Mädchen | 1977 |
Tue recht und scheue niemand | 1975 |
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Ein Blick
Spielfilm 1986
16 mm Farbe | 90 Minuten
 
Buch und Regie: Jutta Brückner
Kamera: Marcelo Camorino
Musik: Brynmor Llewelyn Jones
 
Preis der deutschen Filmkritik für den besten Spielfilm des Jahres 1986/87
 
 
 
 
Die Sehnsucht nach der Liebesutopie ist durch alle Erfahrungen mit rabiater Praxis nicht umzubringen.
 
Eine Frau blickt in den Spiegel und in ihrem Kopf formt sich ein Brief, über Leidenschaft, Begierde, Enttäuschung und Wut. Ein Zwiegespräch mit der Liebe, mit sich selbst. Gestalten tauchen auf: Die junge Braut, die alles erwartet und nur noch nicht so genau weiß, was eigentlich; die Ehefrau, die enttäuscht und eifersüchtig einen Besitz verteidigen muss: ihren Mann; die Einsame, die sich dem männlichen Traumbild im Spiegel so gern in die Arme werfen würde; die unerschütterlich Gläubige, die nichts davon abbringen kann, ihm zu folgen; die junge Moderne, die mit der Liebe keine Umstände machen will und der sich doch immer wieder die Worte hervordrängen: Ich liebe Dich; und schließlich die Entschlossene, die fortgeht, ohne zu wissen, wohin.
 
Immer atemlos - auf den Spuren der Lebe - treffen diese Frauen aufeinander, entfernen sich, kommen wieder zusammen, ein Schattenballett, ein Liebesreigen, ein Tanz- und Tangofilm. Alles kreist nur um den Mann. Er wird maßlos überschätzt, gnadenlos verdammt. Der, der da ist, ist offensichtlich immer der Falsche, den Richtigen gibt es wohl nur im Traum. Und die Männer in ihren grauen Anzügen, die nicht merken, dass sie Partner sein sollen für etwas ganz Außergewöhnliches, lassen den Traum zu einem Alptraum werden. Die Liebe versandet in den Banalitäten des Alltags und den Gewalttätigkeiten derer, die stärker sind. Wenn da nicht immer wieder diese Hoffnung wäre, die der Tangosänger besingt: „Mein Leben war erloschen, tot, doch dann sah ich Dich...  mehr>>
 
 
 
 
„Den Ariadne-Faden vom Konzept der romantischen Liebe zurück zum Körper als ihrem verdrängten Medium knüpft Jutta Brückner in ihrem in Argentinien gedrehten Film ‚Ein Blick - und die Liebe bricht aus’. In großen, offenen Räumen entfaltet er eine Art von Stationen-Drama in der Form eines von Musik unterlegten Tanztheaters. Die Stationen sind ganz klassisch aus dem Arsenal weiblicher Lebensgeschichten zusammengesetzt, von der Defloration in der Hochzeitsnacht über Eheszenen und Abtreibung bis zur endlosen Situation des Wartens auf das, was nicht passiert: den Ausbruch der Liebe... mehr>>
 
 
 
 
Es geht nicht nur um die Träume, sondern auch um die Alpträume von den Dingen
Gespräch zwischen Jutta Brückner und Hans-Joachim Schlegel über „Ein Blick - und die Liebe bricht aus”
 
It Takes Three To Tango or Romance Revised: Jutta Brückner's: One Glance and Love Breaks Out
Barbara Kosta
 
Das Faszinosum ist etwas anderes als die nackte Tatsache
Gespräch zwischen Gerburg Treusch-Dieter und Jutta Brückner über „Ein Blick - und die Liebe bricht aus”
 
Ein Blick - und die Liebe bricht aus
Interview mit Jutta Brückner von Barbara Kosta und Lilli Limonius
 
„Ein Film einer protestantischen Regisseurin über ein katholisches Land”
 
Über Wege zum Film, Bedeutung des Raumes, Liebeskonzepte, Eigenarten der bundesdeutschen Frauenbewegung
Gespräch zwischen Jutta Brückner und Erika Richter
 
Interview with Jutta Brückner
Ingeborg von Zadow
 
Ein Blick - und die Liebe bricht aus
Filmblätter des Internationalen Forums des Jungen Films 1987